Unser Kollege, Rechtsanwalt LOStA a.D. Folker Bittmann,  zeigt in der aktuellen NZWiSt 2021, S. 133 ff. (Heft 4) , dass Tatbeteiligten nicht nur „Taterträge“ zufließen, sondern - in einigen sehr praxisrelevanten Konstellationen - auch unmittelbare Tatobjekte. Da nach der Rechtsprechung die Abschöpfung nach § 74 StGB vorrangig vor der nach § 73 StGB ist (deshalb bedurfte es einer Ausnahmeregelung in § 261 Abs. 10 StGB n.F.), scheidet die Abschöpfung von Tatobjekten, die in den Zugriffsbereich eines Tatbeteiligten gelangt sind aus, wenn es keine deren Abschöpfung gestattende Sondervorschrift gibt (§ 74 Abs. 2 StGB). Berücksichtigt man dies, so reduzieren sich manche exorbitanten und realitätsfremden Einziehungswünsche deutlich.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.